Bernd Rosemeyer

Namensgeber einer Kivelings- und Bürgerschützen Sektion.

 

Bernd Rosemeyer aus Lingen ( Ems) war Gewinner vieler Motorrad-Rennen und Weltmeister im Automobil-Sport. Es ist schon viel über ihn geschrieben – und in meinen Augen wird seiner Zugehörigkeit zur damaligen „SS“ zuviel Bedeutung zugeschrieben. Fakt ist, er war zu seiner Zeit ein ganz „Großer “ des Automobilsports und seine Heirat mit der erfolgreichen Fliegerin Elly Beinhorn machte beide zum Traum-Vorzeigepaar für die National-Sozialisten und so wurden sie auch für Propaganda vermarktet.

Wir sind nicht mehr die Lingener Generation, die Bernd gekannt und erlebt hat, aber unsere Väter und Mütter, die konnten über ihn erzählen, von Streichen und Begebenheiten.

Wenn wir in 2009 den 100- jährigen Geburtstag von B.R. in Lingen begehen konnten, dann muss ich gestehen, nach meinem Dafürhalten, ist zu diesem Anlass in meinen Augen nicht genügend getan worden. 

Vielleicht wird man einmal nüchtener, realer denken und das anerkennen,  was Bernd Rosemeyer war, ein junger Rennfahrer, aus relativ kleinen Verhältnissen, der nach oben wollte. Es mit Mut und  Elan schaffte und so auch die Förderung annahm, die ihn sich seinen Traum verwirklichen ließ  –

wie auch andere Sport- Leinwand- oder ähnliche Größen zu dieser unsäglichen Zeit.

Das es in Lingen ( Ems ) einen Auto-Motorsport-Club „ Bernd Rosemeyer gibt, “ einen erfolgreichen Club “ –  das liegt in der Natur der Sache.


 

Wir von der Bürgerschützen Sektion „ Bernd Rosemeyer, “ sind da etwas anders gelagert. Es hat mit der Zugehörigkeit verschiedener Rosemeyer´s  zu tun, die sich diesen Lingener Traditions-Vereinen verbunden fühlten. Den Kivelinge + Bürgerschützen.

Vater und Mutter Rosemeyer zu Ihrer Zeit im Verein an führenden Positionen.

Sie, Luise, Bürgerschützen-Königin, allerdings durch Trauerfall in der Familie des damaligen Königs Heinrich Mörker nicht zu ihrem Fest gekommen.  Er, Wilhelm, wurde auf einer Vorstands-Sitzung der Bürgerschützen zum Fahnen-Offizier berufen.

Bernds Schwester Leny ( Helene ) hatte den Kaufmann Matthe´ Veltmann geheiratet.

( Matthe´war 1956 König der Bürgerschützen. Er trat auf Grund eines Todesfalles in der Familie zurück.) Der erste Nachwuchs, also eine Nichte des Rennfahrers Bernd, Marie-Luise Veltmann, genannt ( Pütti ) war Anno 1955 Kivelings-Königin.  Diese  „ Pütti “ heiratete Paul Stöckler, 20 Jahre lang unser  Bürgerschützen-Kommandeur von 1969 -1989.

Wie kam es zur Gründung der Kivelings-Sektion  Bernd Rosemeyer 

Es war 1949 bei Veltmann´s in der Bernd Rosemeyerstraße, so hieß die Bahnhofstraße ab 1939 zu Ehren des 1938 tödlich verunglückten Rennfahrers, in der Betrieb und Wohnung Rosemeyer angesiedelt waren. Dort saßen eines Abends  eine Clique Pennäler zusammen und beratschlagten über einen Eintritt in den Kivelings Verein und redeten sich die Köpfe heiß, um einen Namen für die zu gründende Sektion zu finden.

( Die Kivelings-Sektionen benannten und benennen sich aus der Geschichte der Stadt, aber auch aus Sagen und Vorkommnisse aus dem Umland.)

Warum nicht auch aus der Neuzeit ? Warum nicht aus aktuellem Geschehen und Vorbildern ?

Es war Sprotten Bernd  ( der Paten-Onkel Bernd Rosemeyer´s aus Rheine )  der den Namen für die Sektion vorschlug und der auch angenommen wurde. Achim Veltman/ Rosemeyer trat dieser Sektion 1955 auch bei.

Aus dieser Kivelings-Sektion   > Bernd Rosemeyer <  1949 – 1958 , ging ab 1961/ 62  die

Bürgerschützen-Sektion Bernd Rosemeyer  hervor und die besteht auch noch heute, seit über 50 Jahren. Noch  sind Mitglieder aus der Gründungszeit > 1949 < in dieser Sektion vertreten.

Dieses ist eine Zusammenfassung von Ereignissen, es betrifft einige Personen aus der Familie Rosemeyer und ihr Wirken in den Vereinen und wie es zur Namensgebung der Sektionen kam.

 

Wir, die Mitglieder der Bürgerschützen-Sektion Bernd Rosemeyer sind stolz den Namen eines berühmten Sohnes unserer Stadt zu tragen.

Lingen (Ems) , den 12. Mai 2012  

Rolf Lobenberg
( Sektions-Offizier ab 2004 )

 
 

 

 
 
 
 


Sektionsoffizier: Rolf Lobenberg